Reha- und Therapiezentrum Kraft
Iris Kraft
Augustastr. 24-25
47198 Duisburg

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News

Arbeitszeitgesetz erweitert: für mehr Sicherheit, für mehr nötige Therapien

Auch wenn die Kontaktsperre verlängert wurde: die teilweise Lockerung sorgt für einen Hauch von Normalisierung. Ein Anlass für viele, ihre persönliche Situation und weiteres Vorgehen zu überdenken. Insbesondere was die eigene Gesundheit – außerhalb der Infektionsgefahr mit dem Coronavirus – betrifft: Was ist nötig, was nicht? Vor dem Ausbruch von SARS CoV-2 hat niemand die Bedeutung einer ergotherapeutischen Intervention angezweifelt. Daran, dass eine solche vom Arzt verordnete Behandlung wichtig für den Gesundungsprozess ist, hat sich nichts geändert. Diese ist zum Wohl des Patienten durchzuführen. Das sieht auch der Gesetzgeber so und hat unter anderem jetzt zusätzlich zu anderen Maßnahmen auch die Arbeitszeitgesetze entsprechend angepasst und ausgedehnt.

Die Ergotherapie-Praxen in Deutschland kommen ihrer Verpflichtung zu einer ausgeweiteten Versorgung flächendeckend nach. Ebenso flächendeckend: Die Unklarheiten und Zweifel bei Betroffenen. Teils aus Unwissenheit, aber ebenso aus der fortbestehenden Furcht sich zu infizieren, gibt es noch immer Patienten, die ihre Termine in Ergotherapie-Praxen nicht wahrnehmen, die Therapie abbrechen oder keine neuen Behandlungstermine vereinbaren. „Ein klärendes Gespräch mit den behandelnden Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten sollte aber unbedingt erfolgen“, bestärkt Andreas Pfeiffer, Vorsitzender des DVE (Deutscher Verband der Ergotherapeuten e.V.) diejenigen, die mit sich im Zwiespalt sind. Was ist wahrscheinlicher? Das Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus oder die Verschlechterung des Gesundheitszustands durch einen Therapieabbruch?

Ergotherapeuten zeichnen sich durch ihr individuelles, auf die Möglichkeiten des jeweiligen Patienten bezogenes Vorgehen aus. „Dieser Grundsatz ist in jeder Hinsicht auch hier maßgeblich“, sagt Pfeiffer. Gemeinsam mit dem Betroffenen wägen Ergotherapeutinnen ab, was im Einzelfall am besten funktioniert. Das kann eine Änderung des Therapiekonzepts oder der Behandlungsform sein. Anstatt die Behandlung in der Praxis vorzunehmen, kann auch über Video auf telemedizinischen Weg vieles erreicht und besprochen werden. Und last but not least führt insbesondere die durch den Gesetzgeber vorgesehene mögliche Ausdehnung der Arbeitszeiten auf bis zu 12 Stunden täglich an allen Wochentagen, also auch an Sonn- und Feiertagen, zu mehr Kapazitäten, aber auch zu mehr Sicherheit. Mehr Abstand zwischen den einbestellten Patienten bedeutet reduziertes Kontaktrisiko, mehr Zeit für Hygienemaßnahmen oder Zeit zum kräftigen Durchlüften des Behandlungsraums.

Niemand muss in Kauf nehmen, dass sich sein Gesundheitszustand oder seine seelische Verfassung verschlechtern. Das kann schlimmstenfalls irreparable Folgen haben, was die Betroffenen in aller Regel nicht selbst einschätzen können. „Darum ist der Austausch und die professionelle Beratung von Patienten so wichtig, damit diese fundiert entscheiden können, ob und wie sie ihre Therapie fortsetzen“, betont der Verbandsvorsitzende Pfeiffer. Was in der Krise niemand braucht, ist körperlich oder seelisch angeschlagen zu sein. Krisen meistern diejenigen besser, die auf allen Ebenen gestärkt sind.



Wann Rückenschmerzen chronisch werden

Bei rund 35 bis 40 Prozent aller Rückenschmerzpatienten sind die Beschwerden von Dauer. Die Art und Weise, wie man die Schmerzen empfindet und wie sehr sie in der Folge das eigene Leben beeinträchtigen, kann jedoch von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein.

Prof. Dr. Monika Hasenbring beschäftigt sich seit langem mit der Frage, welche Bedeutung die individuelle Schmerzverarbeitung für die Entwicklung chronischer Beschwerden hat, denn sie weiß, dass diese kein rein medizinisches, sondern auch ein psychologisches Phänomen sind.

Vier Risikogruppen

Als Leiterin der Abteilung für medizinische Psychologie und medizinische Soziologie der Ruhr-Universität Bochum (RUB) hat sie bereits vor Jahren ein Modell der Schmerzverarbeitung entwickelt, bei dem sie Patienten einer von vier Risikogruppen zuordnen kann. Dieses Modell helfe, geeignete Diagnose- und Therapieformen auf die verschiedenen Risikogruppen abzustimmen.

Die erste Gruppe reagiert demnach sehr ängstlich auf Schmerz und deutet ihn typischerweise als Symptom einer schweren Erkrankung. In der Folge vermeiden diese Menschen alle möglichen Situationen, die eventuell den Schmerz auslösen könnten. Inaktivität und Muskelschwäche sind die Folgen, welche wiederum Schmerzen und die negative Stimmung begünstigen.

Durchhalteparolen verschlimmern den Schmerz

Zur zweiten Gruppe gehören Menschen, die die Schmerzen unterdrücken – sowohl gedanklich als auch in ihrem Verhalten. Mit Leitsätzen wie „Stell dich nicht so an“ oder „Denk nicht an den Schmerz“ zwingen sie sich selbst zum Durchhalten. Eine Strategie, die sich nicht unbedingt positiv auswirkt, denn diese Personen legen keine entspannungsfördernden Pausen ein. So kann es auch hier zu einer Verstärkung der Schmerzen kommen.

In der dritten Gruppe finden sich Patienten, die sich vom Schmerz ablenken können. Sie schaffen es, eine positive Stimmung aufrechtzuerhalten. Da sie aber auch dazu neigen, ihren Körper nicht zu schonen, kommt es bei ihnen ebenfalls häufig zu einer Verschlimmerung der Beschwerden.

Balance zwischen Be- und Entlastung

Einzig Personen, die sich der vierten Gruppe zuordnen lassen, schaffen es durch ihre Einstellung und ihr Verhalten, ihre Schmerzen zu reduzieren. „Diese Menschen reagieren recht flexibel auf den Schmerz“, beschreibt Monika Hasenbring ihre Erfahrungen. „Sie finden eine Balance zwischen Be- und Entlastung und legen auch mal Pausen ein, meiden Bewegungen aber nicht“, so die Wissenschaftlerin.

Auch Leistungssportler leiden unter Rückenschmerzen

Aktuell beschäftigt sich Monika Hasenbring mit der Frage, ob dieses Modell auch auf Leistungssportler mit Rückenschmerzen anzuwenden ist. Im Rahmen des bundesweiten interdisziplinären Forschungsnetzwerks Medicine in Spine Exercise, welches unter dem Label „Ran Rücken“ vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft gefördert wurde, verglich sie Daten aus der Allgemeinbevölkerung mit denen von 200 Sportlerinnen und Sportlern, die angaben, unter Rückenschmerzen zu leiden. Das Ergebnis der Befragungen: Obwohl man denken könnte, dass Leistungssportlerinnen und Leistungssportler ein besonderes Verhältnis zu ihrem Körper haben, sind sie hinsichtlich ihrer Risikofaktoren für die Chronifizierung von Rückenschmerzen der Allgemeinbevölkerung sehr ähnlich, sie passen in dasselbe Modell.

„Unsere Erkenntnisse können den Betroffenen helfen, denn die kognitive Einstellung zum Schmerz ist etwas, was wir durch Psychotherapie ändern können“, erklärt Hasenbring. „Wenn wir den Patientinnen und Patienten klarmachen können, in welchem Kreislauf aus Gedanken und Schmerzverstärkung sie sich befinden, können wir ihnen auch Lösungen aufzeigen, besser mit der Situation umzugehen.“



Bewegung und körperliche Aktivität gerade jetzt

Quarantäne, Selbstisolation, Vermeidung sozialer Kontakte, Homeoffice – Bewegung und Ausgleich sind gerade in der aktuellen Situation für viele Menschen wichtiger denn je: Bewegung und körperliche Aktivität fördern nachweislich das psychische und körperliche Wohlbefinden, meint auch Prof. Jens Kleinert vom Psychologischen Institut der Deutschen Sporthochschule Köln: „Die Studienlage ist recht eindeutig. Je schlechter wir uns fühlen, desto mehr profitieren wir von körperlicher Aktivität. Das gilt gleichermaßen für die Stimmungslage und für das körperliche Befinden.“

Doch was tun? Die Fitnessstudios sind geschlossen und auch die Sportvereine bieten kein Programm. Kleinert: „Jetzt ist Einfallsreichtum gefragt. Im Homeoffice alle dreißig Minuten den Wecker stellen und fünf Minuten Gymnastik oder ein kleines Workout am offenen Fenster machen. Wenn nicht jetzt, wann dann?" Und wer sich nicht selbst organisieren möchte, für den gibt es das Fitnessstudio auch online. Aber auch der Sport in der freien Natur ist laut Kleinert gerade jetzt wichtig. „Wir sollten, wo immer möglich und so lange wie möglich, das Bewegen in der freien Natur suchen. Gerade jetzt ist die Zeit, den Waldspaziergang mit der Familie oder dem Partner wiederzuentdecken. Wobei wir natürlich die Vernunftsregeln des Robert-Koch-Instituts beachten sollten.“

Regeln beachten und trotzdem kreative Bewegungsformen finden – das ist möglich. Aber was ist mit dem für viele Menschen vermutlich schönsten Teil des Sports, dem Zusammensein? „Nutzen Sie gerade jetzt virtuelle Verabredungen“, empfiehlt Kleinert. „Ermuntern und unterstützen Sie andere beim Aktivwerden oder Aktivbleiben mit Textnachrichten oder Bildern von sich oder anderen. Gerade jetzt ist sozialer Kontakt, wenn auch nicht physisch, besonders wichtig.“

Umdenken und neue Wege suchen könnte auch eine Chance sein, so der Experte. Eine Chance zu einem Neuanfang – auch für Bewegung und körperliche Aktivität.



Professionelle Krisenberatung

Die Corona-Krise als Chance sehen – das gelingt nicht jedem. Wer existenzielle oder allgemeine Zukunftssorgen hat oder um die eigene Gesundheit fürchtet, kann sich schwer für neue Ideen oder positive Gedanken öffnen. So erleben zahlreiche Menschen die aktuelle Zeit vor allem als eine persönliche Krise. Sie können die Veränderungen und elementaren Einschnitte in den Alltag schwer oder gar nicht aushalten. „Je besser es gelingt, jeden Einzelnen mitzunehmen, desto erfolgreicher wird die Bewältigung der gesamten Krise gelingen“, findet Birthe Hucke, Vorstandsmitglied des DVE (Deutscher Verband der Ergotherapeuten e.V.).

Für Ergotherapeuten nichts Neues: Menschen in einer Krise. Bislang ist Ergotherapie genau dort etabliert, wo es zu persönlichen Krisen kommt. Etwa nach oder durch schwere Erkrankungen oder Unfälle mit weitreichenden Folgen wie bleibenden Beeinträchtigungen oder Behinderungen. Ebenso kümmern sich Ergotherapeuten um diejenigen, die durch eine schwerwiegende Veränderung in ihrem Leben wie den Verlust des Arbeitsplatzes, die Verrentung, eine Scheidung oder den Tod nahestehender Menschen eine Zäsur erleben und sich dadurch in einer Krise befinden. „Schwere Zeiten zu bewältigen und dabei seelisch gesund zu bleiben oder sogar Chancen zu nutzen und durch die erlebten Erfahrungen zu wachsen – das gelingt vielen nur mit entsprechender professioneller Unterstützung, beispielsweise durch Ergotherapeuten“, sagt Birthe Hucke, selbst Ergotherapeutin mit langjähriger Erfahrung. Es kann ein neuer Lebensabschnitt entstehen, den es zu entwickeln und zu gestalten gilt.

Professionelle Hilfe durch Ergotherapeuten Eine der zentralen Aufgaben von Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten wie Birthe Hucke ist, ihren Patienten und Klienten ihre persönlichen Stärken aufzuzeigen, zu vermitteln, dass sie etwas wert sind. Dazu finden sie gemeinsam heraus, welches Potenzial in ihnen steckt. Auf diese Weise können die Betroffenen ihren Fokus auf das Positive richten. Anstatt sich ausschließlich auf die allgemeine, gesellschaftliche weltweite Krise zu fokussieren, sind sie so gestärkt wieder in der Lage, gemeinsam und mit fördernden Impulsen ihrer Ergotherapeutin Lösungen für ihren Alltag zu entwickeln. Die Ergotherapeutin Hucke ermutigt alle Betroffenen, sich früh- und rechtzeitig professionelle Hilfe zu holen: „Es sollte nicht dazu kommen, dass Menschen in eine Depression verfallen oder als Überreaktion ihrer Angespanntheit gewalttätig werden. Auch soll sich niemand mit den Folgen der Krise alleingelassen oder ohnmächtig und handlungsunfähig fühlen“. Der Hausarzt ist in solchen Fällen ein guter Ansprechpartner, der zurzeit auch nach einer telefonischen Beratung beispielsweise Ergotherapie verordnen kann. Ergotherapeuten sind durch ihre Ausbildung in vielen Bereichen qualifiziert; so gehören Medizin und Sozialwissenschaften ebenso zu ihren Wissensgebieten wie Pädagogik, Psychologie und Soziologie.

Ergotherapeuten stabilisieren die Gefühle Schritt für Schritt Zunächst schaffen Ergotherapeuten eine solide Vertrauensbasis für die Zusammenarbeit mit ihren Patienten. Das ist die wichtigste Grundvoraussetzung für ihre Arbeit, um gemeinsam herauszuarbeiten, welche realisierbaren Veränderungswünsche bestehen. Parallel vermitteln sie den Hilfesuchenden Strategien, um sich besser selbst zu regulieren. In der Folge stabilisiert sich die Gefühlslage – zum eigenen Wohle und ebenso für das unmittelbare Umfeld. Auch nehmen die Betroffenen dadurch ihre Selbstwirksamkeit wahr, die Gefahren häuslicher Gewalt nehmen ab und ein reflektierter Umgang mit Ängsten, Bedrohungen und allen weiteren Auswirkungen der derzeitigen Krise wird wieder möglich. Diese Menschen können dann beispielsweise auch wieder feststellen, dass es durchaus schöne Momente im Leben gibt, diese wertschätzen und für sich nutzen. In einer solchen veränderten Stimmungslage kann wieder ein neuer, lebenswerter und funktionsfähiger Alltag entstehen.

Ergotherapeuten machen Menschen wieder handlungsfähig Ein Großteil der Menschen in Deutschland ist derzeit massiv in seinen Handlungsmöglichkeiten eingeschränkt, was sich auf diejenigen mit einer Erkrankung in einem extremen Maß auswirkt. Aber auch Gesunde, insbesondere Berufstätige, erleben sich zurzeit in einem bisher nicht dagewesenen Umfang als ausgebremst und handlungsunfähig: Die Arbeitswelt hat sich durch die Kontaktsperre dramatisch verändert. Ganze Branchen liegen danieder und es ist nicht absehbar, wann und wie oder ob sie überhaupt wiederbelebt werden können. Aber Arbeit bedeutet so vieles: Erfüllung, Bestätigung und Anerkennung, finanzielle Absicherung und soziale Kontakte ebenso wie eine feste Tages- und Wochenstruktur. Zusammen mit den anderen Einschränkungen, die das Infektionsrisiko mit SARS CoV-2 reduzieren helfen, bewirkt das bei Betroffenen oft einen plötzlichen, schlimmen Einschnitt in ihr bisheriges Leben. Sie sind mit ihrem veränderten Alltag überfordert und nicht mehr in der Lage, eine Perspektive für sich zu erkennen. Ergotherapeuten haben für diese Menschen nicht einfach eine Nullachtfünfzehn-Lösung. Ihre Ansätze und Interventionen sind tiefgründig und vor allem: klientenzentriert, also ganz individuell. Was steckt in derjenigen Person, was macht sie aus, welche Ideen und Wünsche hat sie, welche Talente schlummern in ihr und was ist für sie der Sinn des Lebens? Das alles sind Fragen, die sich mithilfe ausgeklügelter Fragen und Fragetechniken und dem sehr genauen Blick in die Biografie klären lassen. Genauso wichtig wie die „technische“ Seite ist Empathie. Ergotherapeuten zeichnen sich durch ihr Feingefühl aus, dadurch, dass sie auch Zwischentöne hören, Leidenschaften erkennen – all das, wo Begeisterung zu erahnen ist und ein Nachhaken lohnt. So lassen sich im ersten Schritt neue, für den Menschen in der Krise passende und bedeutsame Strukturen für jeden Tag erschaffen. Danach kann es – bei entsprechendem Potenzial und Wünschen – um mehr gehen. Der persönliche Erfolg macht sich nicht ausschließlich am Umfeld fest. Denn das ist die Chance in der Krise: Die Gesellschaft braucht jetzt Menschen, die bereit sind, sich zu verändern, Neues auszuprobieren oder eigene Ideen, Visionen, Geschäftsmodelle zu entwickeln. Ergotherapeuten haben eine große Methodenvielfalt und ergotherapeutische Konzepte zur Auswahl, mit deren Hilfe sie diese Klienten unterstützen, ihre eigene individuelle Lösung für einen neuen Lebensabschnitt zu erarbeiten.





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Airflow-Geräte

Pulver-Strahl-Geräte, mittels derer Verfärbungen an den sichtbaren Zahnflächen entfernt werden können, ohne dass der Zahnschmelz angegriffen wird.